Der Artikel ist insofern ausgewogen, da er sowohl die Meinung unseres Vereines, als auch die Meinung der Gemeinde Adendorf Raum wiedergibt.
Einige Aussagen seitens der Gemeinde sind jedoch missverständlich oder unvollständig:

  • Wenn von einem weitgehend "abgeschlossenen Entwicklungs- und Zuwachszyklus der Bäume" die Rede ist, bedeutet das nicht, dass die Bäume bald absterben oder nicht mehr erhaltenswert sind. Der Begriff beschreibt vielmehr das Ende der Phase besonders starken Wachstums. Gerade Eichen und Buchen, um diese geht es unter anderem, können danach noch viele Jahrzehnte vital und prägend bleiben.
  • Die angekündigte "Nachpflanzung heimischer Laubbäume" klingt zunächst positiv. Wie in der Fachausschusssitzung näher erläutert wurde, sind jedoch nur kleinwüchsige Bäume vorgesehen. Diese können alte Eichen weder ökologisch noch hinsichtlich Schatten, Ortsbild und Aufenthaltsqualität ersetzen.
  • Weiter heißt es, ein „vollständiger Ausgleich könne wegen begrenzter Flächen nicht auf dem Kindergartengelände erfolgen". Diese Formulierung legt nahe, dass zumindest ein erheblicher Teil des Ausgleichs unmittelbar vor Ort stattfindet. Tatsächlich sind auf dem Kindergartengelände nach aktuellem Planungsstand lediglich zehn kleinwüchsige Bäume vorgesehen. Der überwiegende Teil des Ausgleichs – vermutlich mindestens 50 großwüchsige Bäume – soll dagegen in Erbstorf erfolgen. Das mag rechtlich als Ausgleich gelten, ersetzt im Ortskern aber weder die großen Bestandsbäume noch deren Wirkung auf Mikroklima, Ortsbild und Aufenthaltsqualität.
  • Schließlich wird auf “die Verwendung von wasserdurchlässigem Pflaster" verwiesen. Dieses ist gegenüber einer vollständigen Versiegelung zwar die umweltverträglichere Lösung, aber keinesfalls ein Ersatz für gewachsenen Waldboden. Bäume und intakter Waldboden speichern Wasser, kühlen die Umgebung und bieten Lebensraum. Diese Funktionen fehlen auch dem wasserdurchlässigen Pflaster. Zudem wird auch dieses im Sommer stark aufgeheizt und gibt die Wärme dann an die Umgebung ab.

Wir haben dazu einen in etwa gleichlautenden Leserbrief an die Landeszeitung gesendet und sind auf die Veröffentlichung gespannt.